Pokalpleite wettgemacht
Aufstellung: Lewandowski, Mutschler, Trautmann, Caspar, Keller, König, Buderer (71. Scheffelt), Kranzer, Ingra (89. L.Storz-Renk), M.Bär, Bührer (86. C.Fischer).
Tor: 1:0 (39.) Buderer, 2:0 (85.) Kranzer.

 

Genau drei Monate nach der Pokalpleite hatten die Blauhosen wieder die Chance sich für die deutliche Niederlage im Derby zu revanchieren. Die Derbybilanz in der Liga der letzten Jahre sprach zwar eher für die Gallenbacher, doch letztlich konnte sich Köndringen mit einer Zwei-Tore-Führung durchsetzen. Den besseren Start erwischten dennoch die Gäste, Heimbach konnte sich gleich in den ersten zehn Minuten zwei gute Gelegenheiten erspielen, war aber im Abschluss zu unpräzise. Köndringen war zu passiv und bot zu viel Raum zwischen den eigenen Reihen, so dass selbst die berechenbaren, langen Zuspiele des Gegners stetig für spontane Gefahr sorgen konnte. Der TVK brauchte ein bisschen, bis er selbst offensiv aktiv werden konnte. Bührer war es, welcher sich erstmals im Laufduell durchsetzen konnte, seinen Schuss aber zu mittig platzierte. Und wieder Bührer war es nach einem Eckball, der ebenso den Ball wieder zu mittig per Kopf auf das Tor brachte. Dann war es Kranzer der eine sehenswerte Kombination über mehrere Stationen nicht rechtzeitig abschließen konnte. Die Blauhosen mussten dazu erst auf Verstärkung aus der A-Jugend zurückgreifen, welche schon im letzten Spiel kurz vor Ende noch einen Punkt gesichert hatte. Nachdem sich Bührer über den rechten Flügel durchsetzen konnte, stand Buderer erneut punktrichtig im Strafraum. Mit einer geschickten Körpertäuschung ließ er die komplette Heimbacher Abwehrreihe ins Leere laufen und vollstreckte flach im linken Toreck. Im Gegenzug musste Trainer Caspar in höchster Not den schon geschlagenen Lewandowski unter die Arme greifen, als dieser vom Heimbacher Stürmer nach einem langen Ball in den Strafraum umkurvt wurde. Nach dem Seitenwechsel wurde das Derby rassiger, denn die Gäste stemmten sich gegen die Niederlage. Spielerisch bot sich den Zuschauern nicht unbedingt die schönste Partie, aber im zweiten Durchgang kochten zumindest die Emotionen mit, was in der ersten Halbzeit für ein Derby sehnlichst vermisst wurde. Heimbach änderte zwar nicht die Taktik, bot nun aber mehr Leidenschaft auf und konnte Mitte der zweiten Hälfte das Heft in die Hand nehmen. Köndringen konzentrierte sich zu sehr auf das Verwalten der knappen Führung, so dass Heimbach zunehmend mehr Raum in der Köndringer Hälfte einnahm. Zweimal wurde es dann auch für Lewandoski brenzlig und nur durch seine schnelle Reaktionsfertigkeit blieb seine Mannschaft in Führung. Köndringen hatte Glück das Heimbach das Pech an den Stiefeln klebte. Erst ein Pfostenschuss und dann eine Millisekunde zu zögerlich vor dem leerstehenden Tor verhinderten denn nun eigentlich fälligen Ausgleich. Die Blauhosen hingegen nutzten die Situation aus und erzielten fünf Minuten vor Ende mit einem schnellen Konterspielzug durch Kranzer die Vorentscheidung. Letztlich ein Arbeitssieg, der das Punktekonto um drei Zähler erhöht hat und mit etwas Genugtuung über das frühe Ausscheiden im Pokal hinwegtröstet.


Lars Storz-Renk