Torreiches Derby

Aufstellung: Lewandowski, Mutschler, Trautmann, Caspar, Keller, König, Buderer (59. Scheffelt), Kranzer, Ingra (86. C.Fischer), M.Bär (80. Büchner), Bührer (86. D.Storz-Renk).
Tor: 0:1 (15.) Bührer, 1:1 (28.) Heizler, 1:2 (45.) Kranzer, 2:2 (58. FE) Fischer, 2:3 (64.) Scheffelt, 3:3 (75.) Brunner.

 

Auch im zweiten Derby innerhalb sieben Tagen bleibt der TVK ungeschlagen. Zwar reichte es trotz dreimaliger Führung nicht für drei Punkte, jedoch war das Unentschieden dem Spielverlauf mehr als gerecht. Mundingen brauchte nach dem Trainerwechsel zu Beginn der Woche etwas Zeit um in die Partie zu finden, aber auch Köndringen begann etwas zögerlich. Die Schwarzgrünen bekamen den Ball und die Blauweißen versuchten diesen frühzeitig mit hohem Anlaufen zu bekommen. Für die erste Großchance des Spiels musste eine Standardsituation herhalten. Nachdem Mundingen den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum befördern konnte, nutzte Bührer die hohe Bogenlampe, um per Volleyschuss den Ball sehenswert zur Führung für Köndringen einzuschießen. Die Führung diente dem Ortsnachbarn als eine Art Weckruf, wohingegen die Blauhosen in Sachen Kompaktheit etwas den Faden verloren. Die Gastgeber gewannen die Hoheit im Mittelfeld, welche auch prompt für den Ausgleich genutzt wurde, denn die Gäste waren bei diesem Gegentreffer viel zu passiv. Der TVK spielte sich vor der Pause noch zwei vielversprechende Chancen heraus. Zuerst konnte Ingra sehr gut in Szene gesetzt werden. Ein Steilpass aus dem Zentrum verarbeitete der schnelle Ingra gut, doch sein Lupfer über den herausgeeilten Neubold im Mundinger Tor konnte noch vor der Torlinie von einem Abwehrspieler abgefangen werden. Kranzer machte es mit dem Pausenpfiff aus gleicher Position besser und vollendete eine schöne Kombination vom rechten Mittelfeld aus zur linken Strafraumhälfte. Nach dem Seitenwechsel fand Mundingen wieder schneller in die Partie. Köndringen versuchte wieder durch seine Geschlossenheit die Führung über die Zeit zu spielen, doch nach einem Zweikampf am Rande des linken Strafraums, zeigte der Unparteiische verständlicherweise auf den Punkt. Der ehemalige spielende Co-Trainer Fischer ließ Lewandowski keine Chance und verwandelte trocken in der Tormitte. Im Anschluss spielten sich viele Szenen im mittleren Spielfelddrittel ab, wobei besonders bei der Zweikampfführung immer mehr ersichtlicher wurde, dass hier ein gelebtes Derby stattfand. Als der eingewechselte Scheffelt nach gut einer Stunde einen schön vorgetragenen Konter mit einem Jokertor abschließen konnte, gingen die Blauhosen zum dritten Mal in Führung. Dem TVK wurde dann aber wieder etwas passiver und Mundingen im Gegenzug aktiver. Kurz vor Ende konnte sich dann auch Lewandowski im TVK-Tor auszeichnen und eine Chance der Gastgeber mit einem sensationellen Reflex gleich zweimal vereiteln. Wenig später musste er sich nach einem abgefälschten Freistoß dann aber doch geschlagen geben und kassierte zum dritten Mal den Ausgleich.

Lars Storz-Renk